Dass das Gelingen des Internationalen Jugendtags 2019 (IJT) zum großen Teil vom Engagement der Teilnehmer und Helfer abhängt, schilderte Apostel Franz-Wilhelm Otten im Interview (siehe spirit [04] [17]). Was können Jugendliche, aber auch interessierte Geschwister vorab und während des Jugendtags tun, damit er ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten wird?
„Ein Fußballturnier sollte es am Internationalen Jugendtag auf jeden Fall geben.“ „Ich wünsche mir einen Workshop zur Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Gemeinde.“ „Wir möchten mit unserem Jugendchor auf dem Messegelände singen.“ – Wer jetzt schon weiß, welche Veranstaltung er sich auf dem Internationalen Jugendtag 2019 wünscht, oder selbst einen Beitrag leisten möchte, kann sofort aktiv werden. Bereits seit Oktober 2017 können Jugendliche ihre Ideen oder Vorschläge für Ausstellungen, Vorträge, Musik oder andere Beiträge auf der IJT-Webseite unter dem Link „Teilnehmen“ einreichen. „Dabei ist es uns vor allem wichtig, dass Jugendliche Fantasie entwickeln“, sagt Evangelist Philipp Unruh. Er ist Mitglied der Projektgruppe Inhalte und appelliert an die Jugendlichen: „Nutzt diese Chance und macht den IJT zu eurem Jugendtag!“
Unterstützung benötigt
Nicht nur mit Ideen und Beiträgen können Interessierte den Internationalen Jugendtag 2019 gestalten, sondern auch durch praktische Hilfe. Annika studiert Spanisch und könnte sich vorstellen am IJT lateinamerikanische Jugendliche zu betreuen. Ruth war vor acht Jahren als Helferin beim Europa-Jugendtag, nun möchte die Rentnerin Jugendliche unterstützen, die sich die Teilnahme am Internationalen Jugendtag 2019 sonst nicht leisten könnten. Hannes und Isabelle möchten unbedingt an der Großveranstaltung teilnehmen und sich so früh wie möglich verbindlich anmelden. Wann und wo sich die vier informieren und registrieren können, erklärt IJT-Projektmanager Hendrik Herrmann: „Helfer und Teilnehmer können sich ab Spätsommer 2018 anmelden, und zwar direkt auf der Homepage des Internationalen Jugendtags 2019.“ Auf der Webseite geht es für potenzielle Helfer über den Link „Unterstützen“ weiter. Dass das Groß-Event mit seinen voraussichtlich mehr als 30.000 Teilnehmern eine aufwendige Veranstaltung ist, hat Apostel Otten im spirit-Interview erklärt. Daher ist finanzielle Unterstützung nicht nur gewünscht, sondern unverzichtbar. Wer spenden möchte, findet dazu alle Infos ebenfalls unter dem Link „Unterstützen“.
Fachleute gesucht
Heute schon bewerben kann sich, wer zum Beispiel professionelle Fähigkeiten als Redakteur, Übersetzer oder Grafikdesigner besitzt und diese am Internationalen Jugendtag 2019 ehrenamtlich einbringen möchte. Unter dem Link „Jobs“ finden Interessenten die jeweiligen Ausschreibungen zum Download und die entsprechenden Kontaktdaten, um ihre Bewerbung einzureichen. Auf sie warten unterschiedliche Aufgaben: Berichterstattung für die IJT-Webseite und andere Medien, Erstellung von Grafiken und mediale Begleitung des Internationalen Jugendtags 2019. Die Interessenten können angeben, ob sie vor allem im Vorfeld des IJT, währenddessen oder in der Nachberichterstattung aktiv sein wollen. Andrea Schnizer, in der Projektgruppe Kommunikation verantwortlich für die IJT-Redaktion, ermuntert vor allem Redakteure, sich jetzt schon zu bewerben: „Die Vorberichterstattung läuft bereits, und wir können tatkräftige und kreative Unterstützung gut gebrauchen!“
Ideen gefragt
Dennis und Lara möchten einen IJT-Beitrag gestalten, wissen aber noch nicht, was. Sie überlegen: Welche Veranstaltung würden wir in Düsseldorf gern besuchen? Welches Thema wollten wir immer schon mal mit anderen diskutieren? Gibt es einen Musikstil, den wir im kirchlichen Umfeld zu selten hören? Solch ein offenes Brainstorming findet Philipp Unruh genau richtig. Die Mitglieder der Projektgruppe Inhalte wünschen sich, dass die Jugendlichen die Tage in Düsseldorf zu einem vielfältigen Glaubensfest machen, das auch Akzente für die Zukunft setzt. Regeln und Bedingungen für die Beiträge hat die Gruppe deshalb vorab bewusst nicht festgelegt; Philipp Unruh berichtet, dass die Projektgruppe Inhalte im Internationalen Jugendtag 2019 auch die Chance sieht, einen Wunsch des Stammapostels umzusetzen. Dieser rief in einem Gottesdienst neuapostolische Christen dazu auf, die Kirche von morgen zu gestalten. Das könne nur funktionieren, „wenn wir uns jetzt schon an den zukünftigen Bedürfnissen orientieren“.
Daher wünschen sich die Mitglieder der Projektgruppe, dass die Jugendlichen „ohne Schere im Kopf“ miteinander und auch mit nicht mehr jugendlichen Geschwistern über mögliche Projekte und Beiträge diskutieren und so Inhalte, Formen und Fragen entwickeln, die bisher auf Jugendtagen noch nicht präsent waren. Ob ein Workshop oder ein musikalischer Auftritt, ein Poetry Slam oder eine von Jugendlichen gestaltete Andacht – alle Formen von Veranstaltungen sind grundsätzlich denkbar und können eingereicht werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass nicht zu jeder kontrovers diskutierten Frage in einer Gesprächsrunde die offizielle Stellungnahme der Neuapostolischen Kirche zitiert werden muss, sondern eine strittige These auch einmal stehen bleiben darf. Oder dass man sich Lehrinhalten nicht nur per Vortrag, sondern in einer gemeinsamen Aktion nähert. Oder dass in Zeiten, wo jeder mit jedem über Social Media vernetzt ist, Räume für Gespräche und gegenseitiges Kennenlernen geschaffen werden– auch und gerade zwischen Jugendlichen, die im Alltag nie miteinander zu tun hätten. Auch wer eine tolle Idee hat, diese aber nicht selbst umsetzen kann, ist eingeladen, die Idee einzureichen. „Wir schauen dann, ob wir vielleicht in einer anderen Gebietskirche die Möglichkeit haben, ein solches Projekt zu stemmen“, verspricht Philipp Unruh.
Fast grenzenlose Möglichkeiten
Gibt es gar keine Grenzen? „Doch, aber nur eine: Der Inhalt darf nicht im Widerspruch zu christlichen Werten und zum neuapostolischen Glauben stehen. Aber das sollte selbstverständlich sein“, meint Philipp Unruh. Zudem wird jeder Vorschlag daraufhin geprüft, ob er unter den Rahmenbedingungen, die in Düsseldorf gegeben sind, durchführbar ist und ob sich jemand findet, der bereit und kompetent ist, ihn umzusetzen. Wenn beides erfüllt ist, ist vieles möglich. „Zum Beispiel wird es kleine Bühnen auf dem Gelände geben, wo Jugendliche musizieren können. Das kann vom Rock-Gitarristen über die Rapperin bis zur Brass-Band alles sein“, sagt Philipp Unruh. Er macht sich keine Sorgen darüber, dass unpassende Beiträge eingereicht werden könnten: „Die Online-Umfrage (siehe spirit [05] [17]) hat ergeben, dass viele Jugendliche großes Interesse an glaubensund kirchenspezifischen Themen haben. Wir sind sehr gespannt darauf, wie sich die Jugendlichen die Umsetzung dieser Themen vorstellen, wie sich aus ihrer Perspektive Christsein gestaltet und anfühlt.“
Das Motto im Blick
Die Beiträge, die Jugendliche einreichen, sollten einen Bezug zum Motto Hier bin ich haben, wobei dieser Bezug sehr weit gefasst sein kann. „Jeder Jugendliche, der sich einbringen möchte in kirchliche Arbeit, der seine Ideen innerhalb der Gemeinde umzusetzen versucht, sagt damit ,Hier bin ich‘“, meint Philipp Unruh und hofft, dass die Offenheit für neue Gedanken und Ideen, die den Jugendtag prägen soll, danach auch ihren Weg in die Gemeinden findet. „Die Ideen und Initiativen der Jugendlichen dürfen nicht nach dem IJT versickern. Ob wir es in jedem Fall schaffen, diese Impulse in den neuapostolischen Alltag hinüberzuretten, kann ich nicht garantieren. Wir in der Inhaltsgruppe werden jedenfalls dafür tun, was wir können“, sagt er. Bis Ende Spetember 2018 können Beiträge und Ideen eingereicht werden. Noch genug Zeit also, sich mit anderen Jugendlichen zusammenzusetzen, sich einen spannenden Beitrag einfallen zu lassen und den Internationalen Jugendtag 2019 nicht nur zu konsumieren, sondern mitzugestalten!
Text entnommen aus: "Spirit - das junge Magazin für neuapostolische Christen", Ausgabe Nr. 06|17, S. 20 - 21 © Verlag Friedrich Bischoff GmbH, Neu-Isenburg (Autorin: Annette Conrad)
Seit März 2017 veröffentlicht die Zeitschrift "Spirit" Neuigkeiten rund um den Internationalen Jugendtag unter der sogenannten Rubrik "IJT-Countdown". Dies ist der vierte Artikel von insgesamt 12 geplanten Veröffentlichungen.
8. Juni 2018
Text:
Annette Conrad
Fotos:
Marcel Felde,
Klaus Meyer,
Oliver Rütten
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.