Am Sonntag wurde er getauft, vier Tage später war er schon auf dem IJT: Mit drei Monaten ist Rouven einer der jüngsten IJT-Teilnehmer.
„Als wir uns entschlossen haben, auf den IJT zu gehen, wussten wir noch nicht, wie unser Kind drauf sein wird und ob es das auch mitmachen wird,“ sagt Conny aus Frankfurt. Im Dezember 2018 entschieden sich Conny und ihr Mann Norman, am IJT teilzunehmen, wenige Wochen vor Rouvens Geburt. Die ursprüngliche Idee, auf dem Campingplatz zu übernachten, haben sie dann aber verworfen und sind in ein Airbnb-Appartment gezogen. Das Bad teilen sie sich mit den Bewohnern eines zweiten Appartments – ebenfalls Jugendtags-Teilnehmer. „Wenn wir das Fenster offen haben, können wir die Musik vom IJT hören,“ freut sich Conny. Auf dem IJT-Gelände selbst hat am ersten Tag auf Anhieb alles geklappt. „Die Anmeldung war etwas verwirrend, aber hier vor Ort ist alles unkompliziert,“ meint Norman.
Flexibel bleiben
Nach der ersten Nacht geht die junge Familie den Tag entspannt an. Doch die Wege sind lang, und es geht mit Kinderwagen nicht immer so schnell vorwärts, wie man will. Folge: Die Zeit bis zum Beginn eines Vortrags wird knapp. „Aber man findet Lösungen,“ sagt Norman. „Wir haben die Veranstaltung bei einem Kaffee via Facebook verfolgt.“ Mit dem Thema Sünde und Schuld kann Rouven sowieso noch nicht so viel anfangen.
Um 17 Uhr wollen die jungen Eltern sich das Interview mit Priester Tilo Wolff, Sänger der Band Lacrimosa, anhören. Rechtzeitig geht es los auf den kurzen Weg von Halle 6 nach Halle 5. Es ist noch reichlich Platz, doch kurz vorm Hinsetzen kommt eine Helferin. Damit die Fluchtwege frei bleiben, darf der Kinderwagen nicht im Gang stehen, sondern muss ans Ende der Halle gebracht werden. Kein Problem, alles wichtige, vor allem eine Decke für Rouven, wird herausgenommen und es kann losgehen. Ein paar Heavy-Metal-Klänge schocken Rouven nicht. Conny hat darauf geachtet, dass die Lautsprecher nicht zu nahe sind. Für die Erwachsenen ist das Interview sehr unterhaltsam und interessant, Rouven wirkt am Anfang auch noch recht interessiert, auf der Decke auf Papas Schoß liegend. Doch je länger es dauert, desto wichtiger wird der Schnuller als Schalldämpfer. Irgendwann kommt der Punkt, wo Mama übernehmen muss und nur noch ein Spaziergang auf dem Gang hilft. Gut, dass es mit 400 Teilnehmern zwar deutlich voller als erwartet ist, für die große Halle aber doch eher leer. Da stört es nicht so sehr, wenn man zwischendurch mal aufsteht. Passend zum Ende der Veranstaltung ist Rouven eingeschlafen. Fazit von Conny: „Es war für Rouven und mich schon ein bisschen anstrengend.“
Hauptsache Segen
Mit dem Verlauf des Samstags sind die Eltern sehr zufrieden, auch wenn nicht immer alles klappt. Ein Ordner macht sich den Spaß, mit dem Megafon in der Halle ein lustiges Geräusch zu machen, und erschreckt damit nicht nur Rouven. Der Vortrag, den Norman besuchen will, ist leider schon ausgebucht. Er wünscht sich, von jeder Veranstaltung eine Zusammenfassung im Internet zu finden, damit der IJT nachwirken kann.
Wer am Sonntag beim Gottesdienst in der Arena mal ein Baby hat schreien hören: Rouven war es nicht. Weil der Familienbereich in der Arena voll war, verfolgten die drei den Gottesdienst in der Essenshalle auf dem Tablet. „Als es dort zu laut wurde, sind wir zu Halle 6 gegangen und haben dort Helfer gesehen, die den Gottesdienst auch verfolgten. So konnten wir den Rest miterleben und haben sogar noch Abendmahl bekommen,“ freut sich Conny. IJT mit Baby? Läuft.
Bild von Manfred Antranias Zimmer auf Pixabay
4. Juni 2019
Text:
Nils Kickert
Fotos:
Konstantin Hepp
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